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Zusammenstehen

Gegen den Terror von Rechts hilf nur ein solidarisches Miteinander.

Der Terror von Halle ist ein neuer Höhepunkt in der nach rechts gerückten Republik. Leider werden die Toten nicht die letzten sein, die von Nazis ermordet werden. Angesichts des Hasses, der aus allen braunen Ritzen quillt, scheint der nächste Anschlag nur eine Frage der Zeit. Synagogen, Moscheen, alternative Zentren, alles was nicht ins Bild neuer und alter Nazis passt, ist gefährdet. Ihr parlamentarischer Arm ist die AfD, insbesondere der so genannte Flügel für den Björn Höcke steht. Auch wenn es wie eine Standardfloskel klingt: Wirklich verhindern lässt sich dieser Terror nicht, schon gar nicht durch mehr Überwachung oder mehr Macht für den Verfassungsschutz. Der hat nicht zuletzt beim NSU seine Unfähigkeit bewiesen. 

 

Mehr lohnt es sich, auf Menschen zu hören, die sich mit Nazistrukturen wirklich auskennen. So wie die Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss. Einheiten der Polizei zu schaffen, die rechtsextreme Straftaten aufklären und Informationen zusammentragen, wäre aus ihrer Sicht angebracht. Vor allem sollten alle Mittel des Rechtsstaates ausgenutzt werden. Gewaltbereite Gruppen wie Combat 18 müssen endlich verboten werden, um den Täter zumindest zu erschweren, sich für den „Tag X“ zu organisieren.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Katharina König-Preuss. 

 

Vor allem aber hilft, sich trotz des Terrors nicht einschüchtern zu lassen. In einer solidarischen Bewegung liegt die Hoffnung, das nach rechts gerückte Land wieder in eine menschliche Zukunft zu bewegen. Signale dafür gibt es, auch in Thüringen. Über 1.000 Menschen demonstrierten am 12. Oktober in Erfurt. Zwar war die Do-It-Yourself-Demo (mach es selbst) schon vor dem Terror von Halle geplant, die Tatsache, dass Antifagruppen, Omas gegen Rechts, Geflüchteten-Initiativen, sowie queer-feministische Gruppen und nicht zuletzt die Fridays-for-Future-Bewegung gemeinsam auf die Straße gingen, lässt hoffen. Jede dieser Gruppen mag ihre eigenen Ziele haben, aber sie alle sind Teil einer solidarischen Bewegung, die unbedingt noch weiter wachsen muss. 

Wie das aussehen kann, lesen sie in der Reportatge von Christine Schirmer.