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Kinder der Liebe

Weit über 3.000, vor allem junge Menschen, gingen am 24. August beim CSD in Erfurt auf die Straße.

Es gab Zeiten, da gingen beim Christopher Street Day, kurz CSD, in Erfurt keine 100 Menschen auf die Straße. Seit einigen Jahren hat sich das Bild kräftig gewandelt. Es werden nicht nur immer mehr Leute, sie werden vor allem auch immer jünger. Bunt, vielfältig und vor allem friedlich, ging es zwei Stunden durch die Stadt. Eine winzige Gegen-aktion der Neonazis vom „III. Weg“ wirkte gegen die über 3.000 Menschen fast schon lächerlich. 

 

Auch nach der „Ehe für alle“ gibt es noch viel zu tun, finden diejenigen, die den CSD auf die Beine stellen. Die Blutspende für alle gleichermaßen ermöglichen oder die volle Anerkennung aller Familienformen gehören zu den politischen Forderungen. Alle Weiteren gibt es im Netz: unter: csderfurt.blogspot.com. 

 

Bis wirklich kein Mensch mehr wegen seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert oder verfolgt wird, wird noch einige Zeit vergehen. Gerade dieser Erfurter CSD hat aber gezeigt, wie vereint vor allem die Jugend in dieser Frage ist. Es war so bunt, friedlich und quietschvergnügt, dass sich nicht nur die älteren Teilnehmenden in die Hippiezeiten vor 50 Jahren zurück versetzt fühlten. Mehr Love & Peace würde unserer Gesellschaft sicher gut tun. Ein gesellschaftsübergreifender Konsens in diese Richtung deutet sich durchaus an. Denn zwischen den schrillen Drag Queens, Seifenblasen, den vielen Küssen und Umarmungen fanden sich auch allerlei politische Forderungen. Aktive von den Fridays for Future und der Extinction Rebellion demonstrierten ebenfalls beim CSD. Das System wird nicht nur von ihnen deutlich in Frage gestellt. Dass sich mit friedlichem Protest gegen ein überholtes System etwas erreichen lässt, haben die Menschen im Osten schon mal gezeigt. Noch ist es nicht so weit, aber die Kinder der Liebe sind auf dem Vormarsch.                   

th