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100 Jahre Bauhaus – "Immer auch gesellschaftliche und soziale Fragen vorangestellt"

Foto: Uwe Pohlitz

Neben Lange Schlangen und viele Prominenz gab es bei der bei der Eröffnung des neuen Weimarer Bauhausmuseum auch viele kreative Aktionen junger Menschen.

Das neue Bauhaus-Museum ist ein Highlight des ohnehin attraktiven Thüringer Kultur-standortes mit seiner hervorragenden Museumslandschaft. Wir eröffnen einen neuen Ort, der nicht nur die Auseinandersetzung mit den Ideen dieser weltweit bedeutsamen Schule für Kunst, Architektur und Design ermöglicht. Vis-a-vis des früheren Gauforums, in das im kommenden Jahr die Dauerausstellung ‚Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg’ einziehen wird, ist das Museum auch ein Ort der Auseinandersetzung mit den Brüchen und Widersprüchen der Moderne, die sich in Weimar wie in einem Brennglas bündeln“, sagte Thüringens Kulturminister Prof. Benjamin-Immanuel Hoff. Kultureller Reichtum und historische Verantwortung – beides gehöre zu Weimar. 

Zum Festakt zur Eröffnung des viel diskutierten Bauhaus-Museums sprach Ministerpräsident Bodo Ramelow ein Grußwort. In seiner Rede ging der Ministerpräsident auf die starke Kulturtradition Weimars und seine ambivalente Geschichte ein. 1919 gegründet, entstand in einer Zeit politischer und kultureller Umbrüche in Weimar etwas Einzigartiges: „Die Bauhaus-Künstler-innen und Künstler haben ihrer Arbeit immer auch gesellschaftliche und soziale Fragen vorangestellt. Es ging und es geht um Fragen des zukünftigen Zusammenlebens: Und genau dafür steht auch das neue Bauhaus-Museum“.

Mit dem Bauhaus-Museum ist ein Ort entstanden, an dem sich die ungebrochene Aktualität des Bauhauses entdecken und erleben lässt. Seine Eröffnung ist ein Höhepunkt des Jubiläums „#bauhaus100“.

Ganz in Bauhaus-Tradition machten vorrangig Studierende einen Umzug durch die Stadt. Sie spielten eine Persiflage auf den Papst, traten an, gegen die NATO  und ließen niveauvollen Humor auf Straßen und Plätzen freien Lauf.