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„Gegen die Arroganz der Bundesregierung“

Picasa

Länderübergreifender Protest gegen Suedlink-Trasse mit über 4.000 Teilnehmenden in Lauchröden, bei Eisenach. Auch wenn die Chancen das unnötige Megaprojekt zu verhindern gering sind, hoffen die Aktiven, dass doch noch gesunder Menschenverstand in der Berliner Gaskuppel einzieht.

 

 

 

Der Verein „Thüringer gegen Suedlink“ hat am Ostermontag in Lauchröden deutliche Zeichen gegen die Suedlink-Trasse gesetzt. Unterstützung kam von Trassengegnern aus Niedersachsen, Hessen und Bayern.  Landräte der betroffenen Kreise sowie Vertreter von Trassengegnern und zahlreichen Vereinen brachten Argumente gegen die Notwendigkeit dieser unterirdischen Stromtrasse zum Ausdruck.

 

Dank der Initiative des Vereins  habe man jetzt ein Band mit den betroffenen Bundesländern geknüpft, welches gegen die Arroganz der Bundesregierung Sturm laufe, unterstrich der Warburgkreislandrat Reinhard Krebs. Sowohl er, als auch die Landrätin des Kreises Schmalkalden-Meiningen, Peggy Greiser, riefen dazu auf, möglichst zahlreiche Eingaben gegen die Trasse einzubringen. Die Routenpläne liegen in den Landratsämtern aus. 

 

Mehrere Redner zeigten auf, dass nicht nur Wind- und Sonnenstrom durch die Trasse fließen werde. Bundeswirtschaftsminister Altmaier hatte  2018 in Schmalkalden zugegeben, dass sowohl Atom- als auch Kohlestrom nach Süddeutschland transportiert werden würde.

 

Wenige Tage zuvor hatte Heiko Ißleib, Hauptorganisator der Proteste, bestätigt, dass eine Positionierung des Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte, ausgeblieben ist. Ein eingespieltes Interview mit Prof. Jarras, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Wiesbaden, verdeutlichte, dass der Suedlink die Energiewende gefährdet, weil die Kohlekraftwerke ihren Strom einspeisen, vor allem dann, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. 

 

Ein Vertreter der Bürgerinitiative   richtete seine mahnenden Worte direkt an die Kanzlerin. „Das grüne Herz Deutschlands – das Land der Dichter, Denker und Ingenieure – und was macht man mit uns? Politiker  – wer schützt uns vor euch? Wollen wir da ruhig bleiben? Er hoffe, dass doch noch der gesunde Menschenverstand unter die Glaskuppel in Berlin einziehe, ließ der aufgebrachte Bürger verlauten.

 

Gerd Anacker