7. Mai 2014

DIE LINKE lässt sich nicht kaufen!

Ebenenvernetzung: Sahra Wagenknecht ist in Thüringen ein gern gesehener Gast, dass freut den Ministerpräsidenten-Kandidaten, Bodo Ramelow genauso wie, die Fraktionsvorsitzende der GUE/NGl, Gabi Zimmer und auch die Erfurter Kommunalpolitikerin und Landtagsabgeordnete Karola Stange. Foto: Peter Lahn

Gute Stimmung herrschte auf dem Anger als bei sommerlichen Temperaturen der Europawahlkampf eingeläutet wurde und die Band „Aparatschik“ für die kulturelle Untermalung sorgte. 

„Mit Aparatschiks kennst du dich in Brüssel doch Bestens aus“, sagte der LINKE Landtagsabgeordnete André Blechschmidt zur Begrüßung der Thüringer Europaabgeordneten Gabi Zimmer.  Süffisante Antwort: Ja, aber davon gibt es in Erfurt auch genug“. 

Doch damit endeten die Späße, denn Europa ist ein ernstes Thema und zu bedroht sei der Frieden durch die Ukraine-Krise, als dass man die Wahl am 25. Mai auf die leichte Schulter nehmen könne, betone Zimmer. Gerade die falsche EU-Politik, die Russland ausgrenzt, trage die Verantwortung für die immer weiter eskalierende Situation, so die Vorsitzende der LINKEN im Europaparlament, die auch versuchte, den Menschen zu erklären, wie viel Brüssel mit ihrem Alltag zu tun hat. Konzerne und Banken seien längst europäisch, nur wenn es um die Menschen geht, nehme man es nicht so genau mit Europa, verdeutlichte Zimmer den europapolitischen Ansatz der LINKEN, der immer wieder zu Unrecht als europafeindlich diffamiert wird. 

„Es wird so viel gelogen, dass man die Wahrheit ruhig zwei Mal sagen kann, ergänzte Sahra Wagenknecht. Das gelte besonders für die Außenpolitik. „Wie kann es sein, dass OSZE-Beobachter sich plötzlich als Bundeswehrsoldaten entpuppen, die weit weg von dem Geschehen sind, das sie beobachten sollen?“, fragte Wagenknecht. Das „Russland-bashing“ im Stile des Kalten Krieges sei ebenso  unerträglich wie die Diffamierung der LINKEN als „Russland- und Putinversteher“.  

Wagenknecht betonte aber, sie würde durchaus gerne auch die USA verstehen, aber angesichts des Tötens mit Killerdrohnen, dem auch Obama zustimmt, kann davon keine Rede sein. Genauso wenig Verständnis hat Wagenknecht für eine ukrainische Regierung, die, wie der Chef der Swoboda-Partei, sich faschistisch und antisemitisch gebärdet: „Mit solchen Kräften befriedet man kein Land!“, stellte die Bundestagsabgeordnete fest.  

Doch nicht nur in der Außenpolitik wird gelogen. „Wenn Merkel sagt, Deutschland geht es gut, ist das ein Ammenmärchen. Wer das glaubt, kann viele Parteien wählen. Wer aber der Meinung ist, dass solche Aussagen angesichts der Tatsache, dass viele von ihrer Arbeit nicht mehr leben können purer Zynismus sind, der muss DIE LINKE wählen. Wir sagen, Deutschland geht es erst dann gut, wenn es allen gut geht und nicht nur den Reichen, Banken und Konzernen“, rief Wageknecht den Menschen auf dem prall gefüllten Anger zu. 

Wageknecht versprach, DIE LINKE werde – sich im Gegensatz zu den anderen Parteien – keinesfalls kaufen und korrumpieren lassen. Das unterscheide DIE LINKE von der „Lügenbande“, die passend zum 1. Mai wieder das Loblied auf die Tarifautonomie singt, dabei war es deren Politik, die die Gewerkschaft mit so genannten Arbeitsmarktreformen, die nichts weiter als moderne Sklaverei sind, so geschwächt haben, dass die durchschnittlichen Reallöhne heute niedriger sind als im Jahr 2000. Gute Gründe, am 25. Mai bei der Europa- und natürlich auch der Kommunalwahl DIE LINKE zu wählen. 

Thomas Holzmann

Quelle: http://www.unz.de/nc/aktuell/zur_sache/detail/browse/8/artikel/dielinke-laesst-sich-nicht-kaufen/