14. Juli 2015

Miteinander leben im interkulturellen Garten

 

Von Silke U. Winkler

 

Mit internationaler Beteiligung ist in der Kleingartenanlage „Eller“ in Sonneberg ein wahres Kleinod entstanden. Der interkulturelle Garten mit Naturlehrpfad lädt zum Staunen, Entdecken und Lernen ein.

Den symbolischen Scheck des „Alternative 54 e.V.“ hatte Knut Korschewsky natürlich im Gepäck, als er am 26. Juni einer Einladung in die Kleingartenanlage „Eller“ in Sonneberg folgte. Immerhin hatte der Landtagsabgeordnete den Verantwortlichen des Kleingartenvereins bereits im Vorfeld eine Zusage zu ihrem Antrag machen können, in dem sie um eine finanzielle Unterstützung einer Aktion unter dem Motto „Miteinander leben – eine Idee wird Wirklichkeit“ gebeten hatten. 

Dass die 400 Euro der Thüringer Landtagsabgeordneten der LINKEN u. a. in Sitzgelegenheiten bestens angelegt sind, davon konnte sich nicht nur der Überbringer live überzeugen. Zahlreiche Gäste, wie etwa Landrätin Christine Zitzmann, ließen es sich nicht nehmen, persönlich dabei zu sein, wenn das Projekt offiziell übergeben wird, das in den Monaten zuvor Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen zusammengebracht hatte. „Wir haben hier mit vielen Helfern auf ganz einfache Weise vorleben können, wie man Flüchtlinge in unsere Gesellschaft, in unseren Alltag integrieren kann. Dieser Garten lag seit Jahren brach. Wir wollten ihn in einen Schaugarten für die Bevölkerung umgestalten. Dazu haben wir ein Konzept erarbeitet für einen interkulturellen Garten mit Naturlehrpfad. Dieses sah eindeutig die Einbeziehung ausländischer Bürger mit Migrationshintergrund vor“, berichtete Jürgen Reiche von den Anfängen des Projektes, das im Rahmen des Programms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ mit Bundesmitteln gefördert werden konnte.  

Im Herbst 2014 wurde es dann konkret. Über die Sonneberger Tafel wurde Kontakt zu Flüchtlingen hergestellt, von deren Seite großes Interesse an einer Mitarbeit bekundet wurde. Am Ende zählten die Verantwortlichen insgesamt 660 Stunden im Rahmen freiwilliger Arbeitseinsätze, 270 davon wurden von 18 Flüchtlingen realisiert. Gemeinsam mit den Gärtnerinnen und Gärtnern der KGA Eller, ortsansässigen Unternehmen sowie unter Einbeziehung der umliegenden Kindertageseinrichtungen schufen die ausländischen Gäste ein sehens- und erkundenswertes Stückchen Erde inmitten der Kleingartenanlage „Eller“. 

Neben den Bundesmitteln in Höhe von 2.890 Euro beteiligte sich der Kleingartenverein „Eller“ mit 2.750 Euro Eigenanteil.