26. Februar 2014

Mit Kamera und Notitzblock unterwegs

Keine Fotocollage könnte den Facettenreichtum von Uwe Pohlitz darstellen. Zumal es zwar viele Fotos gibt, auf denen er zu sehen ist, doch hält es sich meist lieber bescheiden im Hintergrund. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf das Fotografieren, sondern kämpft jederzeit an vorderster Front. Stets kann sich die UNZ auf ihn als Leitartikelschreiber, Feuilletonisten oder Buchkritiker verlassen, wenn er nicht anderwärtig künstlerisch tätig ist. Und wenn Not und Stress groß sind, haben auch der Mensch Uwe Pohlitz und seine Frau Christel immer ein offenes Ohr. Alles Gute Uwe, bleibe gesund und vor allem wie Du bist! th

Am 23. Februar wurde einer der aktivsten ehrenamtlichen Mitstreiter  der UNZ 70: Uwe Pohlitz. Man glaubt es nicht. Und obwohl bekannt ist, dass er nicht gern im Mittelpunkt steht, ist dieses runde Jubiläum für das UNZ-Team Anlass, ihm für sein langjähriges Engagement zu danken. Sein Name ist aus der linken Zeitung in Thüringen nicht mehr wegzudenken. Was zunächst mit Fotos und kleinen Texten begann, hat sich inzwischen zu umfangreichen Beiträgen in Wort und Bild entwickelt. Als Hobbyfotograf, als Linker, als guter Kenner der Musik-, Kultur- und Kunstszene in Thüringen und darüber hinaus, hat er die  UNZ immer wieder mitgestaltet und bereichert. Seine Fotos, besonders die künstlerischen Landschaftsaufnahmen und Porträts, haben in mehreren Ausstellungen Anerkennung gefunden. Erinnert sei nur an die gemeinsame Präsentation mit der Textilkünstlerin Ulrike Drasdo in Erfurt und Weimar. Auch seine Ausstellung im Hei-matmuseum in Bad Frankenhausen hat viel Besucher-Interesse gefunden. Uwe Pohlitz ohne Kamera – das geht nicht. Schon als Kind hat der gelernte Industriekaufmann fotografiert und sich im Pionierhaus dazu  manches Wissen angeeignet. Fotos haben ihn sein ganzes Leben lang begleitet, aber in den letzten 20 Jahren stand die Fotografie im Mittelpunkt. Als Mitglied der Gesellschaft für Fotografie beim Kulturbund, Freund der Arbeiterfotografie und Aktiver in der Linken Medienagentur Köln hat er seine Ideen eingebracht und selbst dazugelernt. In mehreren Vereinen wie im Kulturverein „Rotdorn“ wird seine Aktivität geschätzt. Immer wieder erhebt er in den Beiträgen seine Stimme im Friedenskampf und gegen Rechts. Er hat über Antifaschisten geschrieben, über Buchenwaldhäftlinge, die Gedenkstätte „Topf und Söhne“ oder über die Gefühle von Menschen, die als Jugendliche hierher deportiert wurden, als Zwangsarbeiter die Schrecken des Krieges erlebten und nun nach Jahrzehnten nach Erfurt zurückkehrten. Er hält die unterschiedlichsten regionalen Ereignisse fest, berichtete über den Zerfall und Abriss des Kulturzentrums am Moskauer Platz in Erfurt, machte sich stark für den Erhalt der ega, stellte u.a. alte Handwerkskunst in Steinbach-Hallenberg vor, sagte seine Meinung zum autofreien Sonntag in Erfurt, setzte sich mit Glaubensfragen auseinander, übte Solidarität oder berichtete von dem alljährlich stattfindenden Fest der Kulturen rund um den  Erfurter Studentenklub Engelsburg. Im Mittelpunkt seiner Aktivität stehen allerdings Kultur und Kunst. Als Kulturhausleiter zu DDR-Zeiten hat er nicht nur viele Künstler persönlich kennengelernt, er hat so manchen Höhepunkt mitgestaltet und organisiert. In den letzten Jahren begleitete er  mehrfach die Bundestagsabgeordnete  der LINKEN Luc Jochimsen, beispielsweise in der Reihe „Kultur neu denken“, berichtete von Buchlesungen in ihrem Cafe Gedanken Frei in Weimar, informierte über die Kunstmesse „artthuer“, über die Leipziger Buchmesse oder über die unterschiedlichsten Ausstellungen und Theateraufführungen. Diese Vielfalt spricht für sich.Im Urlaub geht er gern mit seiner Frau, dem Zelt oder Wohnwagen auf Reisen. Besondere Anziehungskraft hat nach Abstechern gen Süden Schweden. Dabei sind schon manche interessante Reportagen entstanden. Wenn er nicht unterwegs ist, gibt es auch im Kleingarten immer etwas zu tun.Die UNZ-Mitstreiter schätzen an Uwe Pohlitz nicht nur seine journalistische Kreativität, sondern vor allem auch seine Zuverlässigkeit. Er ist aufgeschlossen für Neues und vergisst dabei Gutes aus der alten Zeit nicht. Er ist ein Mensch mit Herz. Mit dem Dank für sein unschätzbares Mühen ist der Wunsch verbunden, dass dieser agile Erfurter noch lange bei der linken Zeitung in  Thüringen mitmischt. 

Alles Gute Uwe!

 

Regina Pelz 

Quelle: http://www.unz.de/nc/aktuell/thema/detail/browse/4/artikel/mit-kamera-und-notitzblock-unterwegs/