13. Dezember 2011

Wann lässt die WELT Afghanistan endlich in FRIEDEN?

Es war der frühere Bundespräsident Horst Köhler, der als erster konservativer Politiker die Wahrheit über den Krieg in Afghanistan sagte:  Es geht nicht, wie so oft vorgeheuchelt, um Demokratie, Menschenrechte und die Befreiung der Frauen, sondern um knallharte geostrategische Wirtschaftsinteressen. Nach soviel Wahrheit musste Köhler seinen Hut nehmen, der Krieg geht derweil in sein elftes Jahr. Ein Ende ist auch nach der Afghanistankonferenz nicht in Sicht. Kaum war die Showveranstaltung der Kriegsherren vorbei, starben in Kabul Dutzende Menschen bei einem Bombenanschlag. Grund genug, auf der Straße ein machtvolles Zeichen für den Frieden zu setzen. Nach Angaben der Veranstalter vom  Protestbündnis gegen „Petersberg II“ zogen bis zu 5.000 Menschen durch die Bonner Innenstadt. Auch eine Gruppe Thüringer Friedensaktivisten war mit dabei. „Merkel und Co. reden immer von Selbstbestimmung und Menschenrechten. Soll doch das afghanische Volk selbst bestimmen! Wer tritt die Menschenrechte der Bevölkerung mit Füßen und erwartet dann noch, für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen zu werden,“ kommentiert die Erfurterin Ursel Kachel ihr Engagement für den Frieden. 

Die Herrschenden planen derweil schon den nächsten  Krieg, während sie den in Afghanistan fortführen. Unerträglich ist das Geschwätz von Kriegstreibern wie Philipp Mißfelder (CDU), die mit einen Militärschlag gegen den Iran drohen, um dessen angebliches  Atomwaffenprogramm zu stoppen. Ein Déjà-vu zum Irakkrieg. Weder dort noch in Afghanistan herrscht Frieden. Die Welt muss begreifen, dass sich der Frieden nicht herbeibomben lässt, weder in Afghanistan noch sonst wo. Aber Krieg und Kapitalismus sind auch 2011 noch immer zwei Seiten einer Medaillie.