12. Juli 2016

Mehr als nur Bratwurst

Mit dem Rennsteigshuttle fuhren auch Landrätin Petra Enders und Ministerpräsident Bodo Ramelow auf den Rennsteig von wo es am 2. Juli zum Gipfeltreffen auf den Schneekopf ging.

Vielfältige Thüringer Höhepunkte 


Während die Schulferien begonnen haben und das Sommerloch mit sauren Gurken gefüllt wird, herrscht vielerorts Urlaubsstimmung. Warum nicht die wohlverdienten freien Tage zwischen Werra und Saale verbringen? „Auf kleinstem Raum gibt es in Thüringen sowohl was Städte, ländlichen Raum als auch verschiedenste Veranstaltungen angeht, ausgesprochen vielfältige Höhepunkte. Heubaden und Wellness auf der Friedrichshöhe bei Masserberg, der binnen zwei Minuten ausgebuchte Rennsteig-Staffellauf, das Gipfeltreffen auf dem Schneekopf, die Bachwochen, von den Bergen auf’s Wasser am Thüringer Meer den Blick schweifen lassen, den Baumkronpfad im Hainich erklimmen oder das TFF in Rudolstadt – im Umkreis von 100 
Kilometern rund um Erfurt gibt es alles, was man sich an Kultur und Natur vorstellen kann“, schwärmt der tourismuspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag, Knut Korschewsky. „Aber warum reduziert man unsere Größe auf Würste und Klöße“, fragt schon Reinald Grebe in seinem berühmten Lied Thüringen. Schließlich hat das kleine Land mitten in Europa so viel mehr zu bieten. Und mit über 100.000 Beschäftigten und einem Umsatz von mehr als drei Milliarden Euro ist die Tourismusbranche ein bedeutender Wirtschaftsfaktor Viele Landespolitiker,  sehen aber mit Sorge, dass die Übernachtungszahlen  stagnieren. Allerdings gebe es auch weltweit den Trend verstärkt auf Kurzurlaube in der Nähe zu setzen. „Davon kann auch Thüringen profitieren“, hofft Knut Korschewsky. 

 

Kostenloser ÖPNV für Touristen?


Dazu müsse Thüringen als Ganzes vermarktet werden und die regionale Zersplitterung der Tourismusverbände aufhören. Da ist die Politik gefragt, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Das ist einfacher gesagt als getan, denn zur Tourismus-Branche gehören Wanderhütten und Gastronomie genauso wie der Städtetourismus und Großveranstaltungen. Allerdings kann Rot-Rot-Grün keine Gastronomie im Thüringer Wald betreiben oder ein Stones-Konzert organisieren.    
Geschaffen wurde ein Netzwerk für Gaststätten, Hotels und alle Akteure in der Tourismusbranche. Die Thüringen Card, die bisher nur vergünstigten Eintritt bei verschiedenen  Anbietern offerierte, soll um den kos-tenfreien ÖPNV erweitert werden. „Die Aussage muss lauten: Kommt hier her, wir machen ein Komplexangebot“, erklärt Korschewsky. Dazu müsse vor allem bei der Infrastruktur des ÖPNV einiges getan werden. „Mit dem Rennsteigshuttle haben wir bereits einen hervorragenden Ansatz, der weiter abgebaut werden muss“.

                                

th

Quelle: http://www.unz.de/nc/aktuell/politik_im_land/detail/browse/6/artikel/mehr-als-nur-bratwurst/