10. April 2018

Ostermärsche in Thüringen

Syrien, Jemen, die Ukraine oder das zurückgekehrte Kalte-Kriegs-Säbelrasseln – es gab mehr als genug Gründe, zu den Ostermarschaktionen auf die Straße zu gehen. Mit insgesamt über 1.100 Teilnehmern konnten die Organisatoren einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Den Auftakt machte Erfurt am Gründonnerstag, wo es neben den Reden der verschiedenen Bündnisvertreter auch einen „Markt der Möglichkeiten“ sowie Musik von Liedermacher Olaf Bessert und Magma & Mbp zu hören gab. Für den Ostersamstag hatte sich sogar extra der Hamburger Klassenkampfrapper MC Holger Burner nach Jena begeben. Die Militarisierung der Uni sowie die Rüstungsgeschäfte von Jenoptik waren wichtige Punkte, um im Paradies auf die Straße zu gehen, Während die Aktionen in Jena und andernorts in Thüringen noch recht jung sind, gehört der Ohrdrufer Ostermarsch zum Standort-Truppen-übungsplatz seit 1990 schon zur guten Thüringer Tradition. Der Protest richtete sich dort vor allem gegen das Tes-ten von Killerdrohnen.  Aktionen gab es auch in Gera und Weimar. Die meisten Menschen kamen aber nicht in den Städten, sondern im Zeitzer Forst zusammen. Seit Jahren protestieren dort auch viele Aktive aus dem ostthüringer Raum unter dem Motto „Kein Schuss im Zeitzer Forst“ gegen eine militärische Nutzung.