17. Juni 2014

Ein von Solidarität geprägtes Festival

Foto: Dirk Anhalt

Ein Festival der ganz besonderen Art fand am Pfingstwochenende im Truckental bei Schalkau statt. Der Verein Rebel e.V.  hat erstmal das Rebellische Festival auf dem Gelände eines früheren Ferienlagers veranstaltet, dass nicht nur mit viel abwechslungsreicher Musik, sondern auch mit eindeutigen Aussagen aufwartete – Beats für die Beine und eine Botschaft für den Verstand sozusagen. Über 1.000 Besucher kamen, um die vielen Bands aus der Alternativen Szene, wie Irie Révoltés oder 44 Leningrad zu erleben. Doch nicht nur deutschen Punk oder Ska gab es zu hören, auch internationale Gäste wie Nuju aus Italien oder die revolutionäre Band Grup Haykiris aus der Türkei/Kurdistan mit ganz anderen musikalischen Akzenten waren im Südthüringischen bei bestem Sommerwetter zu hören.

Auch sonst unterschied sich das Rebellische Festival deutlich von anderen. „Hier wird die internationale Solidarität gelebt“, so ein Besucher nach dem Beitrag des revolutionären tunesischen Jugendverbands „Kifah“.

„So ein Festival hab ich noch nie erlebt“, sagte eine junge Besucherin: „Nicht nur wie die Leute hier zusammenhalten, sondern auch die Kleinigkeiten. Zum Beispiel die Müllvermeidung und Trennung und, dass das auch funktioniert.“ „So etwas klappt nur, weil die Leute sich im Geiste des Fes-tivals voll verantwortlich fühlen und auch handeln,“ freut sich Lisa Gärtner von den Organisatoren. Die Band Drown in Lies brachte es so auf den Punkt: „Es wird immer gesagt, der Mensch sei egoistisch. Das Festival zeigt das Gegenteil. Hier wird alles selbst organisiert und die Menschen feiern gemeinsam und solidarisch.“

„Ich war beeindruckt, dass es hier ein tolles Programm für Kinder gibt. So konnten wir auch als junge Familie teilnehmen. Respekt“, so ein junger Vater. 

„Das Festival hat unsere Erwartungen übertroffen – und das hat nur funktioniert, weil jeder hier einen Beitrag geleistet hat, sich an Diens-ten beteiligte usw. Die Solidarität prägte das Festival und zeigte, wie überlegen eine solidarische Lebensweise gegen über Egoismus und Konkurrenz ist“, lautet das positive Fazit von Lisa Gärtner.