18. November 2014

Mehr als nur eine schöne Nebensache

Die Kunstmesse artthuer fand vom 7. bis 9. November in Erfurt statt. Künstler wie Ulrike Drasdo aus Hohenfelden, sorgten für Farbe und Abwechslung im grauen Herbst und nutzten die Möglichkeit, der großen öffentlichen Wahrnehmung.

Alle zwei Jahre verwandelt sich die Erfurter Thüringenhalle in die größte Galerie des Freistaates. Diese Messe ist der Höhepunkt in der öffentlichen Wahrnehmung des Verbandes der bildenden Künstler. Kunst ist ein wichtiger Begleiter bei der humanistischen Gestaltung unseres Alltages. Die künstlerische Freiheit und die individuelle Ausdruckskraft sind auch äußere Zeichen einer freiheitlichen, offenen Gesellschaft.

Die Vielfalt des künstlerischen Schaffens in Thüringen wird kaum in einer anderen Ausstellung so sichtbar. Für kunstinteressierte Menschen ist die „artthuer“ eine nicht mehr weg zu denkende Veranstaltung. Kunst ist nicht leicht zu verkaufen. Viele erahnen kaum, wie viel Mühe und langwierige Arbeit in einzelnen Kunstwerken steckt, sehen relativ hohe Preise und wissen nicht, dass die Summe nur manchmal die investierten Arbeitsstunden begleicht.

Trotzdem wurde auf der Messe auch recht gut verkauft. Wer Geld für Kunst anlegt, macht nichts verkehrt. Wer es sich nicht leisten kann, dem bringen zumindest Ausstellungen auch viel Freude und ästhetischen Genuss. Viele Künstler können ohne Nebenerwerb nicht von ihrer Kunst leben. Das ist leider bittere Realität. Eine ganze Reihe der Ausstelaler sind mir gut oder einigermaßen bekannt. Daher sind mir die soziale und ökonomische Lage kein besonderes Geheimnis. Allen, die Verantwortung für das Wohlergehen eines Landes tragen, sei ans Herz gelegt, die Förderung der Künste nicht nur als schöne Nebensache zu betrachten.

 

Uwe Pohlitz