23. September 2014

"Der wahre Reichtum meines Lebens" – Wolfgang Held, 1939 – 2014

Wolfgang Held, 1939 – 2014, Autor von Kinder- und Jugend-, Abenteuer- und Gegenwartsromanen sowie Spiel- und Fernsehfilmen.

Von Dieter Fechner

 

Der in Weimar lebende erfolgreiche Schriftsteller Wolfgang Held ist am 17. September 2014 verstorben. Unter dem Titel „Ich erinnere mich“ legte er unlängst sein Erinnerungsbuch „Aufzeichnungen, Reisen und Tagebücher“ vor. Darin erzählte er aus seinem Leben, über Freunde und Kollegen, von seinen Reisen und er zitiert Passagen aus seinen Tagebüchern. Im Kapitel „Weggefährten“ erinnert er sich seiner Weggefährten, wie Bruno Apitz, Louis Fürnberg, Walter Janka, Armin Müller, Erwin Strittmatter und Harry Thürk. Der Autor erlebte Brüche in drei politischen Systemen und versuchte sie zu meistern. Held bekannte andererseits: „Der wahre Reichtum meines Lebens bisher bestand aus einer solchen Mischung von Bitterem und Süßem, dass es keinen Tag langweilig war. So möge es bleiben.“ - Somit ist seine Biographie „Ich erinnere mich“ eine „beeindruckende Schilderung seines reichen literarischen Schaffens ebenso wie das überzeugende Bekenntnis seines politischen Lebens“. Zu verweisen ist auf sein Buch „Flugfunken“ (2013) mit „Prosa für Minuten-Leser“.Als Schriftsteller führte sein Weg von der Erzählung „Die Nachtschicht“ (1959) zu drei Dutzend Büchern und zahlreichen Filmen wie „Schüsse unterm Galgen“, „Das Licht der schwarzen Kerze“, „Ausflug Alpha I“, „Der 13. Apostel“, „Zweite Liebe – ehrenamtlich“ und den besonders erfolgreichen und preisgekrönten „Einer trage des anderen Last“ bis zu dem Mehrteiler „Die gläserne Fackel“. Seinen Abenteuerroman „Visa für Ocantros“ schrieb er nach dem Szenarium des Films. Zu verweisen ist auf Helds Roman „Härtetest“ und Fernsehfilm ( Regisseur Hubert Hoelzke, in Hauptrolle Gojko Mitic) und seinen historischen Abenteuerroman „...wie eine Schwalbe im Schnee“ (1987) und sein 12. Kinderbuch „Wiesenpieper“ (1988). Eines seiner letzten Bücher war „Uns hat Gott vergessen. Tagebuch eines langen Abschieds“ (2000).Nach der Auflagenhöhe war Helds erfolgreichstes Buch „Das Licht der schwarzen Kerze“ mit ca. 350 000 Exemplaren. Lizenzen seiner Bücher wurden vergeben nach: Ungarn, UdSSR, CSSR, Bulgarien, Jugoslawien, Syrien.