12. August 2014

10 Jahre Montagsdemos – Der Kampf geht weiter

Länderübergreifend: Peter Lückmann, vom Geraer Bündnis (rechts), freute sich über die Glückwünsche, die zum zehnjährigen auch von Bündnissen für Gerechtigkeit aus Zwickau und Zeitz überbracht wurden. Fotos: sm

 

Sie sind die Unentwegten, die Woche für Woche die Fahne der Gerechtigkeit hochhalten und das nun schon seit zehn Jahren. Die Schröder’sche Agenada 2010 mit der Einführung der „Armut per Gesetz“, hatte überall in Deutschland 2004 tausende Menschen auf die Straße getrieben. Auch in den Städten Thüringens gründeten sich in fast allen Städten Bündnisse für Gerechtigkeit, die die alte Tradition der Montagsdemos von 1989 wiederaufleben ließen.

Besser geworden ist trotz der Proteste nichts wirklich, aber von den Massen, die noch vor zehn Jahren auf die Straße gingen, ist heute nicht mal mehr ein Bruchteil geblieben. Das ist ernüchternd und depremierend und schon deshalb, muss man das Engagement der verschiedenen Bündnisse, ob in Gera, Erfurt oder Suhl loben. Mögen die Aktionsformen nicht immer ganz zeitgemäß erscheinen, Aufgeben oder gar Bange machen, steht nicht zur Debatte! 

Und so werden sie auch weiterhin montags – in Erfurt immer donnerstags – auf den Plätzen ihrer Städte stehen und auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen. Doch, nicht nur auf die mangelnde soziale Gerechtigkeit, was sich an Themen wie Hartz IV, der Rente mit 67 oder der Zweiklassenmedizin manifestiert, auch der Kampf gegen Rechtsextremismus oder der Einsatz für den Frieden gehört zum Themenkanon der Montagsdemonstrierenden.            

th