5. Mai 2015

Ein vergessener Ort neu belebt

Die "Brandenburg" ist geöffnet an Sonn- und Feiertagen von 11:00 - 17:00 Uhr oder Mittwoch – Freitag von 10:00 - 16:00 Uhr. Das Außengelände kann natürlich zu jeder Zeit besucht werden. Foto: up

Von der A4 in Richtung Frankfurt ist sie weit zu sehen, die Brandenburg. In der Zeit von 1961 bis 1989 war sie einfach verschwunden und für Wanderer unerreichbar. Sie stand im ehemaligen Sperrgebiet. Im Eisenacher Museum befand sich ein Modell mit der Beschriftung:“ Eine Burg in Thüringen“. Heute ist sie wieder leicht zu finden und ein Besuch lohnt sich. Viele Familien lassen sich im Burggelände zum Picknick nieder und sind froh keine überteuerte Gastronomie besuchen zu müssen. Der Kommerz bleibt außen vor, denn die Burg wird vom gemeinnützigen „Werratalverein“ gepflegt und auch verwaltet. Als Eintritt wird lediglich um eine Spende gebeten.Es ist eine der größten gut erhaltenen und gepflegten mittelalterlichen Doppelburgen Mitteldeutschlands. Einst schützten die Burgherren die berühmte Via-Regia Handelsstraße. Sie diente auch der Sicherung der Landgrafschaft Thüringen. Vom Turm kann man einen großartigen Ausblick über das Werratal genießen. Ein kleines liebevoll eingerichtetes Museum vermittelt einen kurzen geschichtlichen Überblick. An den Wochenenden geben die        ehrenamtlichen Mitstreiter des Vereins Auskünfte zum einstigen Burgleben. Am 17.5.2015 gibt es eine hochinteressante Veranstaltung für Familien und Pferdefreunde. Es geht um die Rolle des Pferdes im Mittelalter. Auf dem Turnierplatz werden dann die Lanzen gestreckt und Schaukämpfe aus vergangener Zeit aufgeführt.Man kann die Burg über Eisenach (Richtung Lauchröden) oder über die A4 (Abfahrt Herleshausen) erreichen. Wanderer können von der Hohen Sonne aus zu Fuß zur Burg gelangen. Der Werratal-Radweg eröffnet weitere Möglichkeiten.

 

Uwe Pohlitz

Quelle: http://www.unz.de/nc/aktuell/land_leute/detail/browse/6/artikel/ein-vergessener-ort-neu-belebt/