25. August 2015

Gemeinsam – interkulturell, überall!

Fotos: Mike Wright

Gegenwärtig rollt eine Welle von Fremdenhass und Terror gegen Flüchtlingsunterkünfte über Deutschland. Fast täglich erreichen uns in den Medien Berichte über nationalistische Demonstrationen vor Flüchtlingsunterkünften und Anschläge auf Gebäude, tätliche Angriffe auf Flüchtlinge und Terroraktionen gegen die Menschen, die Flüchtlingen helfen.Auf der anderen Seite gibt es mehr und mehr Menschen, die sich genau diesen menschenfeindlichen Akten entgegenstellen und zeigen, dass sie fest hinter dem Grundgesetz und der Charta der Menschenrechte stehen und Flüchtlinge willkommen heißen. Gerade heute ist es wichtig über den Zusammenhang zwischen  kapitalistischem Profitstreben, das sich z. B. besonders bei Waffenexporten zeigt,  und Flucht und Vertreibung durch Gewalt, Krieg und  Klimakatastrophen aufzuklären. Der Profit einer kleinen Schicht von Leuten schafft  die Fluchtgründe vieler Millionen.  Dies gilt es zu ändern!Eine gelungene Veranstaltung, um über diese Zusammenhänge aufzuklären, war das interkulturelle Straßenfest in der Blumenbachstraße in Gotha,  das der Kreisverband DIE LINKE gemeinsam mit meinem Abgeordnetenbüro durchgeführt hat. Von den etwa 150 Teilnehmern kamen die Hälfte aus den verschiedenen Flüchtlingsheimen und aus dezentraler Unterbringung. Es gab Musik aus verschiedenen Ländern wie Syrien, Somalia, Eritrea, Kosovo und eine breite Palette von Künstlern traten auf: von zwei kleinen kurdischen Mädchen, die über Kobane sangen, zu Profis wie Ludwig Wright, Sänger und Songwriter aus Berlin. Bezaubernde Tänze von den Dancers for Gold aus Gotha erzielten genauso viel Aufmerksamkeit  wie die wettstreitenden männlichen Amateurtänzer aus den verschiedenen Ländern.Informationsstände, ein Basar, Graffiti-Sprühen und Kinderspiele durchgeführt durch den Kreisvorstand, der  Antifa Gotha, VVN Gotha, Kubbixx und dem DGB Gotha, sowie die Rednerinnen von No-Thügida und dem Mesopotamien e.V. machten das Straßenfest zu einem politischen und kulinarischen Highlight. Das Konzept einer offenen Bühne, um in einem gemeinsamen Fest viele Teilnehmer aktiv einzubinden, hat sich sehr bewährt. Neben Mitgliedern der LINKEN, den Geflüchteten, Künstlern und Antifa-Jugendlichen kamen immer wieder Anwohner vorbei und setzen sich ein bisschen, auch Stadt- und Kreisräte von den Grünen und Piraten schauten vorbei. Die Redsoxx-Festival-Reihe, in das dieses Straßenfest eingebunden war, soll auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden.