27. Juni 2017

Musik wider den Kommerz

Ob exotisch,

Electro,

Hip Hop

oder Pop – bei der Feta de la Musique waren alle Musikrichtungen zu hören.

Der 21. Juni ist nicht nur der Sommeranfang und der längste Tag bzw. die kürzeste Nacht des Jahres, sondern auch alljährlich ein fester Termin für alle Freunde musikalischer Kultur. Anders als bei der  Provinzkirmse für Touristen, genannt Krämerbrückenfest, dürfte für jeden Geschmack etwas zu finden gewesen sein. Ob Rap vom Dach in der Allerheiligenstraße, Elektro im WirGarten oder Stadtpark, Klassik auf dem Fischmarkt, karibisches Flair vor der Franz Mehlhose und Punk auf dem Anger – so ziemlich alle musikalischen Genres wurden bei der Fête de la Musique in Erfurt abgedeckt. Die Musiker spielen übrigens an diesem Tag grundsätzlich kostenlos und Eintritt wird nicht verlangt. Es gibt keinerlei kommerzielle Absichten, auch wenn es aufgrund des großen Besucherandrangs sicherlich für viele Erfurter Cafés und Kneipen, die sich immer gerne beteiligen, ein sehr einträgliches Geschäft gewesen sein dürfte.  Entspannt, friedlich, ja geradezu undeutsch wirkte die Atmosphäre in der ganzen Stadt. An diesem Tag muss mal keiner über Neonazis, Rechtspopulismus oder Terroranschläge reden, auch, wenn manche Musiker mit ihren Liedern durchaus versuchten, humanis-tische Botschaften an das Publikum zu richten.  Die Fête de la Musique wächst von Jahr zu Jahr und sie findet nicht nur in Erfurt, sondern auch in vielen anderen Städten Thüringens statt. Weltweit sind es mittlerweile schon über 500, die sich beteiligen.                Fotos: th