11. März 2014

Fotos als Weltkulturerbe

Foto: Uwe Pohlitz

Magnum ist wohl eine der erfolgreichsten und wichtigsten Bildagenturen der Welt. Ihre Reporter sind überall dort, wo etwas passiert. Zu oft sind es die Kriegsschauplätze und Katastrophenorte auf allen Kontinenten, von denen zu berichten ist. Viele Bildberichterstatter fotografieren unter Einsatz ihres Lebens schlimme Ereignisse oder Zustände. Sie werden zu authentischen Zeitzeugen und wichtigen Verkündern erschreckender Nachrichten.

Der Fotograf Steve McCurry ist einer der ganz großen Vertreter der Reportagefotografie.

Seine Bilder gehören bereits heute zum Weltkulturerbe und gelten als Ikonen der Fotografie.

Er war ständig unterwegs an den Brennpunkten dieser Erde. In Flammen stehende Ölfelder im Nahen Osten, Reportagen aus Afghanistan, Bangladesch, Afrika oder vom einstürzenden World Trade Center hinterlassen beim Betrachter nachhaltige Eindrücke. Zur Eröffnung seiner Ausstellung in der Erfurter Kunsthalle erlebten die Besucher einen freundlichen und bescheidenen Fotokünstler, welcher unermüdlich Fotos und Kataloge signierte.

Gerade durch seine zu jedermann offene Art gelingt es ihm, großartige Porträts anzufertigen. Er verwendet keinerlei Verfremdungseffekte, welche die Computertechnik heute ermöglicht.

Das ist nicht seine Sache. McCurry fotografiert live und findet im Gespräch mit den Menschen die richtigen Momente zum Ablichten. Zwei seiner bekanntesten Bilder eines afghanischen Mädchens mit mehreren Jahren Abstand gingen durch die Weltpresse und sind in der Ausstellung ein Höhepunkt. Die Laudatoren hielten sich auffallend an kurze Ansprachen, denn die Eindrücke der ausgestellten Bilder waren überwältigend und durch Reden nicht zu steigern. 

 

Uwe Pohlitz

Quelle: http://www.unz.de/nc/aktuell/land_leute/detail/artikel/fotos-als-weltkulturerbe/