30. Januar 2018

Braune Hetze bliebe nicht unwidersprochen

 

 

 

 

Erfurt bleibt auch 2018 offensichtlich neben der Pegida-Hauptstadt Dresden, die wichtigste Stadt der neuen brauen Bewegung. Am 28. Januar hatte mal wieder die AfD aufgerufen, gegen den Moscheebau in Marbach und den geplanten Familiennachzug von Flüchtlingen zu hetzen. Erschreckend viele Menschen kamen, auch wenn es zu Hochzeiten des Flüchtlingsdramas noch mehr waren. Immerhin blieb die braune Hetze nicht gänzlich unwidersprochen. Bereits vor der AfD-Hass-Veranstaltung zogen über 500 Menschen für Weltoffenheit durch die Stadt. Dazu aufgerufen hatte erneut das auf die Plätze Bündnis. 


Auf dem Domplatz, wo auch die AfD ihre große Bühne aufgestellt hatte, machten sie lautstark deutlich, was sie von Rassismus und der Menschenverachtung dieser Partei und ihrer Anhänger halten. Die Stimmung unter den Rechten war extrem giftig. Ältere Männer schrien sich mit Hassgebrüll im NS-Jargon heißer, während die jüngeren in typsicher Nazikleidung wie Yakuza und Thor Steinar versuchten, alle Gegendemonstranten abzufilmen. Vermutlich erstellen sie bereits Listen für den Tag der Machtergreifung ihres Führers Björn Höcke.  

Sollte es eines Tages, zum Beispiel mit der nächsten Wirtschaftskrise, hart auf hart kommen wird sich zeigen, wie stark die Institutionen des demokratischen Rechtsstaates sind. Im Zweifel kommt es auch dann auf die engagierte Zivilgesellschaft an.                

Fotos: th