6. September 2011

Eine Marxistische Grundhaltung

Ben Eismann ist als Landessprecher für Mitgliederbetreuung und politische Bildung verantwortlich. Kontakt: ben.eismann@linksjugend-solid-thueringen.de

Ich bin Ben Eismann, 20 Jahre alt und wohne in Königsee, wo ich 2010 mein Abitur gemacht habe. Danach trat ich das Freiwillige Soziale Jahr an. Zum Wintersemester werde ich in Jena mein Lehramtsstudium (Sport und Geschichte) anfangen. Neben meinem Engagement in der Linksjugend ['solid] bin ich Mitglied der Roten Hilfe e. V. und bei PRO ASYL. 

Am 5. März dieses Jahres wurde ich durch das Landesjugendtreffen zum zweiten Mal in den LandessprecherInnenrat (LSpR) gewählt. Froh war ich aber vor allem über die Satzungsänderungen und besonders über die neue Besetzung des LandessprecherInnenrat, die sich aus dem Landesjugendtreffen ergaben. 

Ich denke, mit dem Bekenntnis zum Kommunismus ist uns auch inhaltlich etwas grundsätzlich Wichtiges gelungen. Denn meines Erachtens sollte die linke Bewegung sich mehr auf ihre Wurzeln konzentrieren, sich eher um die inhaltlichen Konstanten ihrer Geschichte, als um die Variablen der jeweils aktuellen Tagespolitik kümmern. Durch die Lösung energiepolitischer Probleme wird beispielsweise noch nicht die soziale Frage gelöst. Und sicher lässt sich beides nur durch eine marxistische Kritik lösen, die wirklich an die Wurzel des Problems geht. Denn die Ursache für jede Politik gegen die Menschen – ob Energiepolitik, „Sicherheit“, Bildung, Kriegsführung – liegt doch in den Kapitalinteressen begründet. 

Linksjugend ['solid] als sozialistischer Jugendverband und DIE LINKE als sozialistische Partei sind zur Lösung dieses auf die Klassenfrage rückführbaren Problems verpflichtet, einerseits aus unserer Geschichte heraus, andererseits aus der gegenwärtigen Lage, die uns unüberhörbar laut aufruft, eine marxistische Opposition zu festigen. 

Zudem hat sich für Linksjugend ['solid] gezeigt, dass ein starker, dynamischer Jugendverband nicht in Ignoranz der Lehren unserer VorkämpferInnen aufgebaut werden kann. So gern manche phantasieren, dass die globale, elektronische Vernetzung der Organisationsarbeit und der Postmodernismus der Weisheit letzter Schluss seien. 

Ich denke, jugendliche und erwachsene GenossInnen sollten gemeinsam daran arbeiten, eine vereinigte linke Bewegung aufzubauen, in der Solidarität etwas konkret Greifbares ist und Karrierismus keinen Platz hat. Dafür stehe ich als Landessprecher.