20. März 2012

Diskussionen um sinnvolle Landesstruktur gehen weiter

Hochspannend: Der Vortrag zum Widerstand im Vernichtungslager Ausschwitz.

Über das Wochenende vom 10. März bis 11. März fand das 10. Landesjugendtreffen der Linksjugend ['solid] Thüringen statt. Fast 50 Menschen sind der Einladung gefolgt, haben sich auf den Weg in das Provinzstädtchen Hermsdorf gemacht, um dort über die Politik  des Jugendverbandes im Jahr 2012 mit zu entscheiden.

Auch einige neue Mitglieder aus Eisenach, dem Wartburgkreis und sogar dem Eichsfeld haben die Reise auf sich genommen, um einerseits den Jugendverband kennen zu lernen, aber auch diesen schnell mit zu gestalten. 

Wie bei solchen Treffen üblich, waren einige Ämter neu zu besetzen. Die Wahlen wurden dabei in einzelnen Wahlgängen über beide Tage verteilt durchgeführt. Leider mussten wieder einige Plätze unbesetzt bleiben, weil offenbar zu wenige Frauen sich die Ausübung eines Amtes im Verband vorstellen können.

Nach der Abstimmung über die Formalien ging es auch flott zu den wichtigen Anträgen zur Satzung über.

An dieser Stelle ist besonders die Debatte um die Arbeitsstruktur des Jugendverbandes zu betonen. Diese zeichnete sich in der Vergangenheit durch die Teilung der Zuständigkeiten zwischen Koordinierungsrat als höchstem Gremium zwischen den Landesjugendtreffen und dem LandessprecherInnenrat als Landesvorstand ab. Dazu gab es zwei gegensätzliche Anträge, die in beiden Fällen eine Abschaffung der Doppelstruktur zur Folge gehabt hätten. 

Uneinigkeit über die Konsequenzen beider Anträge führte dazu, dass keiner die erforderliche Zweidrittelmehrheit fand und vorerst die alte Arbeitsstruktur beibehalten wird.

Die Diskussionen um eine sinnvolle Landesstruktur werden aber sicher weitergehen. Derweil bleibt die Hoffnung, dass sich die Ortsgruppen wieder stärker auf der Landesebene einbringen werden. 

Neben den Debatten und Wahlen blieb am Samstag aber auch Zeit, einige Workshops anzubieten, die zur Weiterbildung, Erarbeitung neuer Positionen sowie zur Vernetzung dienten.

Die gemeinsame Freizeit am Abend wurde mit dem verdienten Feierabendbierchen für weitere Diskussionen genutzt. So entstand tief in der Nacht ein interessantes Projekt, welches am Folgetag trotz einer Reihe von noch zu entscheidender Anträge und müder Augen vorgestellt wurde. 

„Politisch wandern“ soll dabei das Stichwort sein, doch mehr wird hier noch nicht verraten.

Auch innerverbandliche Konflikte wurden ausgiebig diskutiert und werden in den nächsten Wochen und Monaten wohl weiterhin Thema bei Treffen des Koordinierungsrates sein.

Im Großen und Ganzen darf man dieses 10. Landesjugendtreffen sicherlich als Erfolg betrachten. Die Vernetzung unter den Ortsgruppen sowie die Identifizierung in dem gemeinsamen Landesverband spielt bei unseren Vollversammlungen immer eine wesentliche Rolle und wurde auch an diesem Wochenende intensivst betrieben. Projekte wurden erarbeitet, Bildung vermittelt, und ein aktives Verbandsleben gestaltet. 

Ich bedanke mich, im Namen des LandessprecherInnenrates, bei allen, die sich so aktiv in die Diskussionen eingebracht haben und natürlich auch allen fleißigen Helfern.