16. Mai 2017

Kritisch und solidarisch mit R2G

Die drei R2G-Fraktionschefs bei der etwas anderen Halbzeitbilanz.

Seitdem die erste rot-rot-grüne Landesregierung unter Ministerpräsident Bodo Ramelow Ende 2014 ihre Arbeit aufgenommen hat, sind zweieinhalb Jahre vergangen. Genauso viel Zeit hat die Regierung bis zur nächsten Landtagswahl noch vor sich. Entgegen massiver Bedenken der jungen Union kann man an den Obst- und Gemüsetheken des Freistaates noch immer Bananen erwerben. Wie kann das sein? Diesem Mysterium wollten die linksjugend [´solid] Thüringen, die Jusos und die Grünen auf den Grund gehen. Die politischen Jugendverbände luden  am 2. Mai zu einer Halbzeitbilanz der etwas anderen Art ins Nerly in Erfurt ein. Verpackt in einem lockeren Quizformat stellten sich Susanne Hennig-Wellsow, Matthias Hey und Dirk Adams den kritischen Fragen der Jugendverbände. Thematisch ging es um Bildung, Arbeit, Hochschule, den Kampf gegen Rechts, Asylpolitik, Umwelt und den Sozialismus.Jede Kategorie beinhaltete drei verdeckte Fragen für deren ehrliche Beantwortung es von  der Jury, bestehend aus je einem Mitglied der drei Jugendverbände, zwischen 100 und 300 Punkten gab. Trotz hoher Einigkeit zwischen den Fraktionsvorsitzenden von LINKEN, SPD und Grünen  konnten auch viele Kontroversen in der Koalition ehrlich auf den Tisch gepackt werden. Positiv hervorzuheben ist die eingeführte Kennzeichnungspflicht für Polizist*innen sowie die Bemühungen im Kampf gegen Rechts. Ärgerlich für uns ist insbesondere, dass die Einführung des im Koalitionsvertrag festgehaltenen Azubitickets in weiter Ferne liegt.Wir als linker Jugendverband, haben da sicherlich noch viel mehr zu kritisieren und werden auch weiter kritisch-soldiarisch mit der R2G-Regierung umgehen. Insgesamt war es jedoch ein sehr gelungener und gut besuchter Abend, an dessen Ende es sogar Bananen für alle Teilnehmer*innen gab.

Valentine Franck

Quelle: http://www.unz.de/nc/aktuell/die_junge_seite/detail/artikel/kritisch-und-solidarisch-mit-r2g/